Magenza-Stiftung
Stiftung für Synagogenbau gegründet

"MAGENZA" will jüdisches Leben in Mainz fördern / Beutel wirbt um Bürger-Engagement

Stiftungsgründung
Unterzeichnung des Stiftungsvertrags

9.12.06 - von Oliver Kreft

In den Räumen der Jüdischen Gemeinde wurde jetzt die "Magenza - Stiftung für Jüdisches Leben in Mainz" gegründet. Die Stiftung setzt sich nachhaltig für den Bau einer neuen Synagoge und eines Gemeindezentrums in der Landeshauptstadt ein.

"Zum ersten Mal sind es deutsche Bürger in Mainz, die in einer Stiftung die Jüdische Gemeinde unterstützen", betonte die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Mainz, Stella Schindler-Siegreich. Der Gründungsakt verkörpere einen "Paradigmenwechsel in der Beziehung zwischen Deutschen und Juden". Schindler-Siegreich sprach in diesem Zusammenhang von einem versöhnlichen und hoffnungsvollen Zeichen: "Bürger der Stadt schließen sich zusammen und dokumentieren, dass Jüdisches Leben für sie wichtig ist."

Nach den Worten von Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) - neben Ministerpräsident Kurt Beck Schirmherr der Stiftung - seien sowohl der Bund, das Land und die Stadt Mainz in der Verantwortung, sich für den Bau der neuen Synagoge einzusetzen, für deren Realisierung in der Hindenburgstraße schon seit langem die Pläne von Manuel Herz vorliegen. Der Stadtrat habe gerade einen Haushalt verabschiedet, in dem 3,5 Millionen Euro für das jüdische Gotteshaus eingestellt seien. Das sei rund ein Drittel der geschätzten baulichen Kosten. "Um die neue Synagoge auch verwirklichen zu können, ist es nötig, dass alle beteiligten Kräfte an einem Strang ziehen", betonte OB Beutel, und dazu zähle auch ein breites Bürgerengagement. Die MAGENZA-Stiftung könne auf diese Weise einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Erste Vorsitzende von "Eine neue Synagoge für Mainz", Irina Wittmer, unterstrich, dass die Stiftung MAGENZA ein wichtiger Baustein für eine neue Synagoge und ein Gemeindezentrum sei. Durch die Synagoge "werde jüdisches Leben und jüdische Kultur der Gegenwart für alle Menschen in der Landeshauptstadt sichtbar und erlebbar", sagte Wittmer.