Magenza-Stiftung
Stiftung soll Synagoge sichern

Neubau eines jüdischen Gotteshauses: Zuerst werden die Finanzen geklärt 28.11.2006 - Mainzer Rhein-Zeitung

Die Chancen für den Neubau einer Synagoge werden offenbar immer besser. So wird gerade eine Stiftung "Magenza" gegründet, die Geld für die laufenden Kosten des künftigen jüdischen Gotteshauses sichern soll. Das teilte der Verein "Eine Neue Synagoge für Mainz" gestern mit. Nähere Details wollen der Verein und die Jüdische Gemeinde in der kommenden Woche mitteilen. Als Schirmherren gehören Ministerpräsident Kurt Beck und Oberbürgermeister Jens Beutel zu den Gründungsstiftern. Es wurden schon einige tausend Euro gesammelt. Mit der Gründung der Stiftung sollen auch die Folgekosten der künftigen Synagoge beglichen werden.

Mit den Überlegungen für den Neubau einer Synagoge in Mainz war 1996 begonnen worden. Zunächst war ein Teil des Proviantmagazins in der Schillerstraße dafür ins Auge gefasst worden. Doch schnell setzte sich die Einsicht durch, dass der Standort der 1938 zerstörten Hauptsynagoge in der Hindenburgstraße in der Neustadt ideal wäre. Die Stadt Mainz sicherte zu, rund ein Drittel der geschätzten Kosten für den Neubau zur Verfügung zu stellen, das sind nach Angaben der Stadt 3,5 Millionen Euro. Die Umsetzung des Modells des Kölner Architekten Manuel Herz, das bei dem öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerb als Sieger hervorgegangen war, soll rund elf Millionen Euro kosten. Die Jüdische Gemeinde und das Land würden sich die übrigen Kosten teilen. Voraussetzung allerdings ist, dass der Bund der Gemeinde das Grundstück, das sie nach dem Zweiten Weltkrieg an ihn verkauft hat, kostenlos überlässt. (ath)